El Salvador: Teodora ist nach 10 Jahren frei

Amnesty forderte seit Jahren die sofortige Freilassung von Teodora del Carmen Vásquez

Teodora del Carmen Vásquez verbrachte ein Jahrzehnt hinter Gittern, nachdem sie schwangerschaftsbedingte Komplikationen erlitten hatte, die zu einer Totgeburt führten. Ihre Freilassung muss die Tür für ein Ende des absoluten Verbots von Schwangerschaftsabbruch in El Salvador öffnen, fordert Amnesty International.
Teodora del Carmen Vásquez wurde am 15. Februar freigelassen, nachdem ein Gericht ihre Strafe herabgesetzt hatte. Aber mindestens 27 Frauen bleiben aufgrund des absoluten Verbots von Schwangerschaftsabbruch inhaftiert, so die Menschenrechtsorganisationen der Frauen im Land. El Salvador: Teodora ist nach 10 Jahren frei weiterlesen

Iran: Menschenrechtlerinnen im Hungerstreik

Die iranischen Menschenrechtler*innen Atena Daemi, Golrokh Ebrahimi Iraee und Arash Sadeghi  © privat

Die beiden inhaftierten iranischen Menschenrechtlerinnen Golrokh Ebrahimi Iraee und Atena Daemi sind am 3. Februar in den Hungerstreik getreten, um gegen ihre Verlegung in ein Gefängnis zu protestieren, in dem verurteilte Gewaltstraftäterinnen unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten werden. Um die Rückverlegung der beiden Frauen in die vorherige Haftanstalt zu erwirken, hatte sich zuvor bereits der Menschenrechtler Arash Sadeghi am 27. Januar in den Hungerstreik begeben. Sein Gesundheitszustand ist kritisch.

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Polen: Erneut Angriff auf Frauenrechte

Eine Schwarzer Mittwoch (#CzarnaŚroda) genannte Demonstration in Warschau am 17. Jänner 2018 gegen die geplante weitere Einschränkung des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch. © Grzegorz Żukowski

Polen hat bereits eines der restriktivsten Verbote von Schwangerschaftsabbruch in Europa. Dieser ist nur erlaubt, wenn die Schwangerschaft das Ergebnis von Vergewaltigung oder Inzest ist, wenn das Leben der Frau in Gefahr ist oder in Fällen von schwerer oder tödlicher Beeinträchtigung des Fötus.
Jetzt diskutiert das Parlament einen Gesetzentwurf, um diesen sehr begrenzten Zugang weiter einzuschränken. Wenn dieser durchgeht, werden auch schwere oder tödliche Behinderungen des Fötus nicht mehr als Gründe für einen legalen Schwangerschaftsabbruch anerkannt. Das würde die Gesundheit vieler Frauen ernsthaft gefährden.

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Ecuador: Morddrohungen gegen Indigenensprecherin

Die ecuadorianische Menschenrechtsverteidigerin Patricia Gualinga © Andrew Miller/Amazon Watch

Am frühen Morgen des 5. Januar warf ein Unbekannter Steine auf das Haus von Patricia Gualinga in Puyo in der Provinz Pastaza drohte, die Menschenrechtlerin zu töten. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielt sich Patricia Gualinga zusammen mit ihren Eltern und ihrem Kind in dem Haus auf. Noch am selben Tag meldete sie den Vorfall der Polizei und erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft der Provinz Pastaza. Bislang haben Patricia Gualinga und ihre Familie weder Schutzmaßnahmen der Behörden erhalten noch gab es sichtbare Fortschritte bei den Ermittlungen.

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Erfolge für Frauenrechte 2017

Amnesty-Unterstützer*innen haben 2017 viele Erfolge möglich gemacht. Hier einige, die die Rechte von Frauen und Mädchen betreffen. Danke für Ihren Einsatz!

MÄRZ 2017

Argentinien entscheidet, dass Fehlgeburten nicht strafbar sind

Protest zum Weltfrauentag in Argentinien 2017 © Amnesty International Argentinien

Als die 27-jährige Belén in einem öffentlichen Krankenhaus in Argentinien eine Fehlgeburt erlitt, wurde sie unter drakonischen Gesetzen, die ein absolutes Verbot von Schwangerschaftsabbruch vorsehen, zu einer achtjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

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In Gefahr, weil sie Menschenrechte verteidigen

Menschen gedenken der ermordeteten honduranischen Menschenrechtsverteidigerin Berta Cácares in Mexiko-Stadt im Juni 2016 © Amnesty International

Die Arbeit von Menschenrechtsverteidiger*innen wird immer gefährlicher. Staaten schützen sie nicht ausreichend und gehen teils selbst gegen sie vor. Sie verschwinden oder werden getötet. Nach Einschätzung von Amnesty International eskaliert die Lage seit Jahren.  In Gefahr, weil sie Menschenrechte verteidigen weiterlesen

Ehemalige Sowjetunion: Homosexuelle angefeindet und bedroht

© Marie Lafrance / Anna Goodson Illustration Agency

Diskriminierung, homofeindliche Propaganda und Repressionen gegen nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen: In Teilen der ehemaligen Sowjetunion ist die Feindseligkeit gegenüber Menschen und Gruppen, die sich für LGBTI-Rechte stark machen, besorgniserregend. Zu diesem Schluss kommt Amnesty International in einem kürzlich veröffentlichten Bericht.

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Haiti: Bedroht, weil sie Opfern von Gewalt hilft

Eine Familie in Village Grâce de Dieu, Port-Au-Prince
© Amnesty International

In Haiti ist die Frauenrechtlerin Sanièce Petit Phat mit dem Tode bedroht worden. Sie geriet wegen ihres Einsatzes für die Opfer von häuslicher und sexualisierter Gewalt in Canaan, einem Vorort von Port-au-Prince, ins Visier.

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China: Anwältin in Haft misshandelt

Die chinesische Menscherechtsanwältin Li Yuhan © privat

Die Menschenrechtsanwältin Li Yuhan berichtete ihrem Rechtsbeistand, dass sie von Vollzugsbeamt*innen mit kaltem Wasser überschüttet worden sei. Sie wurde ohnmächtig und mehrere Stunden lang unbeaufsichtigt zurückgelassen. Ihr drohen weitere Folter und andere Misshandlungen.

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